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Sektion SONSOL: Weltweite Aktionen der Solidarität mit ägyptischen Aktivist:innen am 12. November geplant

Ägyptische Aktivisten haben gestern einen weltweiten Aktionstag der Solidarität für den 12. November ausgerufen. Die Sektion "Sonne und Solidarität" hat den Aufruf aus dem Englischen übersetzt. Weitere Infos zur Kampagne: http://en.nomiltrials.com

Hintergrund ist die fortschreitende Konterrevolution in Ägypten. Die Übergangsregierung, die vom Militär gestellt wird, zementiert gerade ihre Macht und verfolgt Aktivistinnen und Aktivisten aus der Demokratiebewegung. Seit dem Sturz von Mubarak wurden mehr als 12.000 Menschen vor Militärgerichte gestellt, vor denen sie keine Zeugen aufrufen können, noch Zugang zu Anwälten haben.

Die Sektion "Sonne und Solidarität" (SONSOL) verurteilt dieses Vorgehen und ruft gemeinsam mit den ägyptischen Aktivist:innen zu weltweiten Solidaritätsaktionen am 12. November auf. Weiterhin fordert SONSOL, jegliche Unterstützung für das Militärregime unverzüglich einzustellen.

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Ein Brief aus Kairo an die Occupy-Bewegungen und andere Solidaritätsbewegungen in der ganzen Welt:

Solidarität mit Ägypten: Verteidigt die Revolution!

Nach drei Jahrzehnten Leben in der Diktatur, haben die Ägypter eine Revolution gestartet und endlich Brot, Freiheit und soziale Gerechtigkeit gefordert. Nach der fast utopischen Besetzung des Tahrirplatzes, die 18 Tage dauerte, wurden wir Mubarak los und begannen mit der härteren Aufgabe: seinen Machtapparat zu entfernen. Jetzt ist Mubarak weg, aber das Militärregime lebt weiter. Deswegen geht auch die Revolution weiter: sie baut Druck auf, nimmt sich die Straße und fordert das Recht unser Leben und die Existenz selbst in die Hand zu nehmen, eben jene Rechte die das repressive Regime über Jahre verletzt hat. Doch jetzt, nur so kurz nach dem Beginn der Revolution, wird die Revolution selbst angegriffen. >>> Weiterlesen


Greifswald 22.10. Muschibalett und Gendergezwitscher

Die Sektion M.ensch u.nd S.ound i.m K.ollektiv in Greifswald übermittelte uns folgenden Aufruf:

M.ensch u.nd S.ound i.m K.ollektiv proudly presents in Zusammenarbeit mit dem “Jugend kann bewegen” e.V. und dank der Förderung durch das Studentenwerk und den ASTA Greifswald sowie der Rosa-Luxemburg-Stiftung MV und dem “interdisziplinärem Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung” the one and only *tusch* “MUSCHIBALLETT” mit ihrer Performance:

“sex & money”

Men’s Health and Myself treffen sich – und Jonathan Hart tritt wieder auf, angeführt von Reinhold Messner…

Die feministische Performancegruppe MUSCHIBALLETT ackert sich mit vollem Körpereinsatz durch die patriarchale Kulturgeschichte. Gisa, Gerdrun und Gudela vereinen Kunst, Politik und Wissenschaft. Ein 53minütiger Soundtrack gibt den Rhythmus vor, nachdem sie live auf der Bühne eine Art sportliche Form feministischer Diskursanalyse betreiben.

Who the fuck is “Muschiballett”?

Gisa, Gerdrun und Gudela sind seit 2009 Schwestern. In ihren prekär-politisch-performativen Selbsterfahrungen versuchen sie optimistisch zu bleiben, um irgendwann die Weltherrschaft an sich zu reißen. In ihrem bürgerlichen Leben arbeiten sie tagsüber als zertifizierte Performance-Coaches – und in der Nachtschicht bauen sie das Interieur für Veranstaltungen global operierender Großkonzerne auf.

Bei diesem fulminanten Auftakt in den Abend werden wir es natürlich nicht belassen und darum gibt es danach queeres “GENDERGEZWITSCHER” bis zum Morgengrauen.

Switch your gender! – ist die Aufforderung zum Spiel mit sozialem Geschlecht und sexueller Orientierung. Ihr wolltet schon immer mal wissen, wie sich ein Abend im “Kostüm” des “anderen Geschlechts” anfühlt, einfach mal in die Welt der Transsexualität eintauchen, offen zu euren (möglicherweise verborgenen) sexuellen Präferenzen stehen oder ein Teilchen queerer Vielfältigkeit sein? Dann seid herzlich willkommen beim Festival der Identitäten.
Da soziales Geschlecht (gender) und die sexuelle Orientierung häufig mit stereotypen Äußerlichkeiten in Verbindung gebracht werden, fordern wir euch zum “Genderswitch” auf und bieten euch mittels Garderoben- und Schminkteam die Möglichkeit zur optischen Verwandlung.

Am Samstag habt ihr schon ab 14 Uhr die fabelhafte Möglichkeit euch in der Kabutze ein eigenes queeres Outfit für den Abend durch Tausch und die Modifikation eurer Kleidung zu schneidern.

Um nun ein weiteres Geheimnis der bunten Tombola-Bälle zu lüften: Die ersten fünf mitgebrachten Tombola-Bälle erhalten freien Eintritt für Theaterperformance und Party!

♥ Wann:

Samstag, 22.10.2011
ab 14 Uhr Nähworkshop in der Kabutze
ab 20Uhr Theater “Muschiballett”
ab 22Uhr Party “Gendergezwitscher”

♥ Wo:

Ikuwo, Goethestraße 1, 17489 Greifswald
Kabutze Nähwerkstatt, Loefflerstraße 44a, 17489 Greifswald

♥ Wer:

Muschiballett (Performancetheater)
DJ:anes: HI All No Stars & Frau_Bruch + S.U.P.A.! (Herzfieber)

♥ Wieviel:

ab 20 Uhr Theater + Party = 4 €
ab 22 Uhr nur Party = 6 €
ab 22 Uhr nur Party mit queerem Outfit = 4 €
das IKuWo bietet für Freitag (Mobylettes-Konzert mit anschliessender Party) und Samstag ein Kombiticket für 8€ an


Viel zu gefährlich: Hedonistische Internationale warnt vor Protesten gegen Lange Nacht der Wohnungsbesichtigungen

- Provokative Werbe-Aktion von Immoscout24 droht zum Desaster zu werden

- Angst vor Chaos: Hedonistische Internationale sagt alle Aktionen ab

- Unüberschaubarer Protest gegen Mietwucher ist nicht mehr zu kontrollieren

Berlin, 17.10.2011 - Am 20. Oktober veranstaltet Immobilienscout 24 "Die Lange Nacht der Wohnungsbesichtigungen". Hierzu erklären das Aktionskomitee nudistische Offensive (AKNO)das Bündnis für urbane Mobilbeschallung (BUMS)und der anarcho-hedonistische Flügel:

"Mittlerweile sind zu viele unvereinbare Protestformen gegen die PR-Aktion von Immobilienscout24 angekündigt. (z.B. Indymedia) Das ist uns zu unübersichtlich: bei diesem Ausmaß hört der Spaß auf" stellt Sprecherin Carina Habitare fest. "Deshalb haben sämtliche Sektionen der Hedonistischen Internationale einhellig und in aller Deutlichkeit ihre geplanten Aktionen abgesagt."

Ursprünglich hatten die Sektionen u.a. folgende Aktionen geplant:

- In Abendgarderobe einzusickern und interessierte Mieter zu überbieten

- Nackt bei den Wohnungsbesichtigungen zu tanzen

- Den RS2-Truck durch einen eigenen Musik-Truck zu ersetzen

- Eigene Discount-Makler zur Verwirrung ins Rennen zu schicken

- Mit falschen Bussen, Teilnehmer nach Marzahn zu verbringen

sowie weitere Hop-on-Hop-off-Aktionen, die sich die Sektionen der Hedonistische Internationale für spätere Gelegenheiten vorbehalten möchten.

Hunderte von Aktivistinnen und Aktivisten aus dem Umfeld der Hedonistischen Internationale, die trotzdem an diesem Abend demonstrieren wollen, möchten wir vor dem eskalierenden Charakter der Langen Nacht der Wohnungsbesichtigungen eindringlich warnen:

"Wir halten die Werbe-Aktion von Immobilienscout24 für unverantwortlich und leichtsinnig. In einer Zeit, in der Mietwucher legal ist, in der tausende von Menschen aus ihren Stadtteilen verdrängt werden und Wohnraum für viele unbezahlbar wird - ist dies eine vermeidbare Provokation" so die Sprecherin weiter.

"Aktionen der Hedonistischen Internationale stehen stets unter dem Motto Protest, Party, Action und finden ausschließlich statt, wenn die Sicherheit aller Beteiligten gewährleistet ist. Dies ist bei der Langen Nacht der Wohnungsbesichtigungen allem Anschein nach nicht der Fall"

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Und das sagen Presse und Blogs über die angebliche Absage aller Aktionen der Hedonistischen Internationale:

Solltet ihr also doch dorthin gehen wollen, passt auf: das wird ein "superschönes Event" mit viel Polizei und privaten Sicherheitsdiensten.


Berlin: 15.10. Take the Streets and Dance - Hedonistische Beteiligung an weltweiten Protesten

Die Hedonistische Sektion "Take the Streets and dance" beteiligt sich an den weltweiten Protesten am 15. Oktober mit einem Soundmobil, sie übermittelte uns folgenden Aufruf:

Weltweite Aktionen als Zeichen der Unterstützung von Demokratiebewegungen in Spanien, USA oder Ägypten.
Angemeldet sind bereits Demos in 150 Städten.

Ein guter Anlass im heißen Herbst noch einmal durch die Strassen zu ziehen.

Musik: Jan Pyroman und Javier Logares
Performance: Bana Banana, Kinder des Mondes, Kulturbeutel
Truck: Sisyphos Polyman
Supported by: Sisyphos, Bachstelzen, Hedonistische Internationale

Route (circa):
12:00 Aufwärmen am Neptunbrunnen
13:00 Beginn Demo vom Neptunbrunnen
15:00 Pause am Brandenburgertor
16:00 Pause am Kanzleramt mit Aktionen von Attac
18:00 Ankunft am Mariannenplatz mit Konzerten und VoKü
22:00 Ende...?

Weitere Infos und Ursprung der Demos:
www.15october.net
www.alex11.de
www.occupywallst.org
www.echte-demokratie-jetzt.de/deutschland

Slogans:
"wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten"
"if I can't dance, it's not my revolution"
"weltweit für den Wandel"
"we are the 99%"
"empört euch"
"hypo real am Arsch"
"Dexia is Ex"
"AAA for you"

kommt mit Sprüchen, Schildern, Styling und Spaß!

Y Viva la Re-evolución!!


DigiTask will Hedonistische Internationale zensieren/ Unterlassung angedroht (Update)

Update: Nach dem Eingang des Schreibens der Anwälte der DigiTask GmbH wegen dieses Artikels, hat die Sektion "Innovation durch Kompetenz - Büro für spezielle Kommunikationslösungen" eine Änderung der beanstandeten Textstelle (die bei Netzpolitik dokumentiert ist) zugesandt. Da die Sektionen unabhängig sind, nehmen wir diese Änderung entgegen und setzen sie um, auch wenn wir der Meinung sind, dass die frühere Aussage der Sektion vom Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt war. All dies geschieht ohne Anerkennung einer Rechtspflicht. Die beanstandete Textstelle haben wir auch in dieser Dokumentation des Anwaltsschreibens der DigiTask GmbH geschwärzt.

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Gerade erreichte uns per Mail folgendes Schreiben der Anwälte der DigiTask GmbH:

Sehr geehrte XY,

die DigiTask GmbH, Hüttenstraße 48, 35708 Haiger, hat mich im Zusammenhang mit dem unter (http://www.hedonist-international.org/?q=de/) (sic!) verbreiteten Beitrag mit der Wahrnehmung ihrer Interessen beauftragt. Vollmacht darf ich versichern.

Sie sind als Inhaberin der Domain "hedonist.international.org" (sic!) zumindest in soweit für solche Beiträge verantwortlich, als Sie verpflichtet sind, auf den ersten Hinweis, dass dadurch unwahre Tatsachenbehauptungen verbreitet werden, die Seite vom Netz zu nehmen.

In dem fraglichen Text, der leider keinen Verfasser aufweist, heißt es u.a.

"XXXXXXX - Textstelle aufgrund der Androhung einer Unterlassungserklärung zensiert"

Nach dem Verständnis des Durchschnittslesers muss daraus entnommen werden, dass auch meine Mandantin mit diesem oder einem von diesen Staaten kooperiert. Dies ist eindeutig nicht der Fall.

Der Kundenkreis meiner Mandantin beschränkt sich auf Behörden in Deutschland und den Nachbarländern Niederlande, Schweiz und Österreich. Mit keinem der in diesem Beitrag genannten Staaten hat es je eine Geschäftsbeziehung gegeben.

Ich darf Sie bitten, mir umgehend, spätestens aber bis

Freitag, den 14. Oktober 2011, 10 Uhr

zu bestätigen, dass diese Meldung vom Netz genommen wird. Sollte dies nicht geschehen, müsste ich Sie unmittelbar auf Unterlassung mit den sich hieraus ergebenden Folgen in Anspruch nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

S.
Rechtsanwalt

Das meinen wir zu diesem Schreiben der Rechtsanwälte der DigiTask GmbH:

Wir wissen zwar nicht, wer die beanstandete Meldung geschrieben hat, können uns aber durchaus auch vorstellen, dass dies keine unwahre Tatsachenbehauptung ist.

Wir haben auf jeden Fall keine Lust, die Webseite von einem Unternehmen zensieren zu lassen, das Überwachungsinstrumente wie den Staatstrojaner baut.

Vielleicht habt ihr ja Ideen, wie mit dieser Androhung einer Unterlassung umgegangen werden sollte?

Was sollen wir tun?


Sektion "Innovation durch Kompetenz - Büro für spezielle Kommunikationslösungen" bekennt sich zu DigiTask-Twitter-Fake (Update)

Update: Nach dem Eingang des Schreibens der Anwälte der DigiTask GmbH wegen dieses Artikels, hat die Sektion "Innovation durch Kompetenz - Büro für spezielle Kommunikationslösungen" eine Änderung der beanstandeten Textstelle (die bei Netzpolitik dokumentiert ist) zugesandt. Da die Sektionen unabhängig sind, nehmen wir diese Änderung entgegen und setzen sie um, auch wenn wir der Meinung sind, dass die frühere Aussage der Sektion vom Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt war. All dies geschieht ohne Anerkennung einer Rechtspflicht.

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Uns ist gerade anonym dieses Schreiben einer bislang unbekannten Sektion zugegangen:

Die Sektion "Innovation durch Kompetenz - Büro für spezielle Kommunikationslösungen" hat für das deutsche Überwachungsunternehmen DigiTask GmbH getwittert und sich deren Rechtfertigungen und Ausflüchte zu Eigen gemacht. Wir sind erstaunt darüber, wie sich die DigiTask GmbH vor der eigenen Kommunikationslinie fürchtet und nun sogar rechtlich gegen diese kleine Satire vorgehen will. Wir sehen dieser Auseiandersetzung gelassen entgegen.

Die DigiTask GmbH hat für deutsche Behörden wie das Zollkriminalamt und zahlreiche Landeskriminalämter den „Staatstrojaner“ programmiert, dessen Funktionen gegen das Grundgesetz und Urteile des Bundesverfassungsgerichts verstoßen. Diese Software wurde von staatlichen Stellen unter Verletzung von Gesetzen gegen Bürgerinnen und Bürger eingesetzt. Dieses Vorgehen macht klar, dass die Ängste der Bevölkerung vor einem immer mehr um sich greifenden Polizei- und Überwachungsstaat nicht unbegründet sind.

Die DigiTask GmbH steht dabei stellvertretend für unzählige Überwachungsunternehmen weltweit, die das große Geschäft damit machen, dass Regierungen und autoritäre Regime ihre Bürgerinnen und Bürger - oftmals auch gegen die bestehende Rechtsordnung – nicht nur überwachen und ausspionieren, sondern Inhalte, Medien und Kommunikation zensieren können.

Das Unternehmen DigiTask GmbH hat Software verbreitet, die geeignet ist, verfassungs- und gesetzwidrig eingesetzt zu werden. Auch wenn DigiTask seine Produkte nur nach Deutschland, Österreich, Schweiz und die Niederland verkaufte, ist das Unternehmen doch Teil einer Branche, die weltweit gegen Grund- und Freiheitsrechte agiert, und keine Scheu davor hat, mit Diktaturen wie Syrien, Saudi-Arabien, Bahrein, Iran oder China zu kooperieren. Wegen dieser Kooperationen werden Menschen politisch verfolgt, gefangen genommen, gefoltert und getötet. Wer hierfür Infrastrukturen schafft, macht sich mitschuldig an diesen staatlichen Verbrechen.

Der skandalöse Einsatz des Staatstrojaners zeigt symptomatisch, dass es keinen verfassungskonformen Einsatz staatlicher Spionagesoftware geben kann. Einmal infiziert, ist die Beweiskraft eines Rechners dahin. Die einzig sinnvolle Option ist, sich von Staatstrojanern gänzlich zu verabschieden, egal ob diese Online-Durchsuchug oder Quellen-TKÜ genannt werden. Wir erwarten auch, dass dieser Skandal personelle Konsequenzen für die politisch Verantwortlichen hat.

Darüber hinaus fordern wir, dass der Export von Monitoring-, Zensur- und Überwachungssoftware und -hardware aus Deutschland und der EU verboten wird.


Berlin: Hedobar 13.10.2011 - leckere Vokü und Vortrag "Kommunikationsguerilla der Situationistischen Internationale"

Liebe Freunde der Polit-Satire, AnhängerInnen des Protest-Sports, liebe Mit- und Selbermachenden und solche, die es werden wollen!
Nach einem Sommer, der den Namen nicht wirklich verdient hat, kommen wir zu einem Herbst, wie aus dem Jahreszeiten-Bilderbuch. Sicherlich versprechen wir nicht zuviel, wenn wir frohen Mutes verkünden: Packt die Handschuhe und Schals nochmal weg, der Herbst wird heiss!
Am Donnerstag, 13.10.11 starten wir in die nächste Runde HedoBar im Zielona Gora. Ab dem Termin gibt es dieses Schmuckstück hedonistischer Zusammenrottung wieder wie gewohnt jeden 2. Donnerstag im Monat mit wechselndem Programm. Los geht's am 13.10.11 ab 21 Uhr mit veganer Vokü zu mitesserfreundlichen Preisen, sowie einem hochspannenden und informativen Vortrag. Letzterer wird gehalten von unserer geschätzten Freundin Olga Ohnesorg und trägt den vielversprechenden Titel "Kunst-Politik und Kommunikationsguerilla in den 60er Jahren am Beispiel der Situationistischen Internationale und der Studentenproteste". Im Anschluss daran gibt es eine Diskussionsrunde. Wir freuen uns sehr darauf, Euch zu diesem Anlass im Zielona Gora begrüßen zu dürfen- also rinjehauen und hingestapft!

Eure Karen Elliot, Monty Cantsin und der ganze andere Haufen

Donnerstag 13.10.
HedoBar
jeden 2. Donnerstag im Monat, Eintritt frei
21:00
Zielona Gora
Grünberger Str. 73
10245 Berlin


Sektion der Hedonistischen Internationale in höchster Ekstase beim Papstbesuch in Berlin

„Wir wollen nicht denken, du sollst uns lenken!“

Unter diesem Motto hat die Legion der Hingabe, eine bisher unbekannte Sektion der Hedonistischen Internationalen, den heiligen Vater Benedikt XVI. auf frenetische Weise begrüßt. Der Hüter der göttlichen Wahrheit und mannhafte Verteidiger der wahren katholischen Werte hat es verdient, dass seine wirklichen Jünger in Berlin zu seinem heiligen Staatsbesuch bereit stehen und ihn ihrer totalen Hingabe versichern.

Gläubige aus aller Welt waren beeindruckt vom Enthusiasmus, mit dem sich diese jungen Katholik_innen der päpstlichen Unfehlbarkeit völlig unterwarfen. Die monatelangen Vorbereitungen haben sich gelohnt: In einer mitreißenden Mischung aus Reden, öffentlichen Gebeten und Gesang bereiteten sie den zum Olympiastadion strömenden Papstbesucher_innen einen begeisterten, alle Erwartungen übertreffenden Empfang. Viele ließen sich von der dichten Spiritualität anstecken und nahmen an der Andacht teil. Ein Mitglied der Piusbrüderschaft gab unserer glühenden Legion sogar ein freudiges Grußwort mit auf den Weg.

Die glühenden Reden und die ekstatischen Tänze waren derart eindrucksvoll, dass selbst die Herren und Damen von der Bundespolizei betrübt waren, als wir schließlich den Platz wieder verließen. Sie wippten versteckt mit im Takt und ließen uns unsere gesamte Andacht ungestört abhalten. Anders verfuhren sie mit verschiedenen Gegendemonstrationen, die sie schnell und unerbittlich mit Platzverweisen belegten, obwohl diese ebenso friedlich auftraten.

„Wir hoffen, dass sich wegen unserer bescheidenen Anwesenheit am Olympiastadion viele junge Christ_innen wieder zum Katholizismus und zur totalen Hingabe an den Papst bekehren ließen“, erklärte Legionsschwester Eusebia im Anschluss an diesen einmaligen Tag. Einziger Wermutstropfen: Die Schreiber_innen dieses Textes haben deswegen wertvolle Sekunden der anschließenden Orgie verpasst. Halleluja und Samen.

Gebete und Lieder der Legion der Hingabe

Presseberichte:
taz 21.09.2011
vice.com 21.09.2011


Sektion der Hedonistischen Internationale kapert Wahlparty der FDP

Als im Thomas-Dehler-Haus, der Bundeszentrale der FDP, um 18 Uhr die Prognose übertragen wird, bricht Jubel aus. Obwohl die FDP nur 1,8 % geholt hat und aus dem Abgeordnetenhaus fliegt wird das Ergebnis gefeiert, Konfetti fliegt in die Luft und Sprechchöre feiern das phänomenale Abschneiden der Freien Demokraten.

Etwa 50 Aktivisten der Hedonistischen Internationale, der Partei "Die Partei" und "eine unbenannte Gruppe der Kommunikationsguerilla" hatten sich in Abendgarderobe in die Wahlparty eingeschlichen, jede Menge Freibier getrunken und das Jahrhundert-Ergebnis frenetisch gefeiert.

Ein Aktivist sagt im Interview: "Wir hatten großen Rückenwind der Bundespolitik, so haben wir doch noch dieses phänomenale Wahlergebnis von unter 2 Prozent erstritten. Ohne eine harte Ansage gegen Griechenland wäre das nicht möglich gewesen. Deswegen kann man sagen, vom Ergebnis her: "Die FDP ist wieder da..."

Hedonistische Internationale kapert Wahlparty der FDP from Hedonistische Internationale on Vimeo.

Das Video gibt es hier auch mit Untertiteln.

Und das ganze noch von vorne:




Und hier aus dem ZDF: man beachte die Text/Bildschere!

Und das sagen die anderen (Auswahl):


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