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Newsblog

Berlin: Hedobar am 12. November mit Vortrag: "Eine Reise durch Israel und Palästina"


Während hier gerade 20 Jahre Mauerfall gefeiert werden, wird in Israel/Palästina seit 2002 eine neue Mauer gebaut. In der Hedobar widmen wir uns diesmal dem, mal vorsichtig ausgedrückt, nicht ganz einfachen Themenkomplex Israel und Palästina. Dazu haben wir einen Mitarbeiter des Weltfriedensdienstes e.V. eingeladen. Er war gerade vor Ort und hat während einer Projektreise nach Israel und in die besetzten Gebiete, Künstler und Friedens-Aktivisten aus Palästina und Europa interviewt und beeindruckende Bilder und Geschichten mitgebracht. Im Internet gibt es bereits den Reiseblog unter: http://www.wfd-projekte.de

Donnerstag, 12. November, ab 20 Uhr (Votrag ab 21 Uhr)
Zielona Gora am Boxhagener Platz
Berlin-Friedrichshain


Unibrennt: Solidarität mit den Studierendenprotesten in Österreich!

Die Sektion "Sonne und Solidarität" in der Hedonistischen Internationalen freut sich über die fetten Proteste in Österreich. Wir freuen uns auch, dass die Studierenden nicht alleine mit ihrem Protest sind und dieser auch auf Lehrende und Gewerkschaften übergegriffen hat. Und wir freuen uns, dass der Protest alle Möglichkeiten von Social Networks und Blogs ausschöpft. Wir freuen uns über die Solidarität, den Aktionismus und die wunderbare Kollaboration, die ihr da gerade genießen könnt.

Wir erklären uns solidarisch mit den Forderungen der österreichischen Studierenden, die da sind:

1) Bildung statt Ausbildung
Bildung für eine mündige Gesellschaft und nicht bloße Ausbildung nach wirschaftlicher Verwertbarkeit! Unser Ziel ist die Möglichkeit eines freien, selbstbestimmten Studiums für Alle! Wir wollen keine Verschulung der Studienpläne! Daher fordern wir eine grundlegende Überarbeitung des BA/MA Systems.

2) Freier Hochschulzugang
Freie Studienplätze für Alle und Abschaffung der Studiengebühren, auch für nicht-EU-BürgerInnen und Langzeitstudierende. Die Sicherstellung eines angemessenen Lehrangebots und die Qualität der Lehre darf nicht durch Zugangsbeschränkungen erwirkt werden. Freier Hochschulzugang und qualitativ hochwertige Lehre sind kein Widerspruch! Es gibt nicht zu viele Studierende, sondern nur zu wenige Studienplätze!

3)Demokratisierung der Universitäten
Unser Ziel ist die demokratische Organisation der Universitäten. Dazu gehört eine Demokratisierung der Verwaltung in einer Form, die ProfessorInnen, Studierende, das wissenschaftliche und das nicht wissenschaftliche Personal gleichberechtigt an der Entscheidungsbildung beteiligt.

4)Ausfinanzierung der Universitäten

5) Das Behindertengleichstellungsgesetz muss an allen österreichischen Universitäten umgesetzt werden, um ein barrierefreies Studieren zu ermöglichen.

6) Beendigung der prekären Dienstverhältnisse an den Universitäten

7) 50% Frauenquote in allen Bereichen des universitären Personals

Als Hedonistische Internationale hoffen wir natürlich auf eine Ausweitung und Internationalisierung der Proteste und würden uns diebisch freuen, wenn sich jetzt die ein oder andere Sektion in Österreich gründet...

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Wir möchten Euch folgende Websites & Infos ans Herz legen:
http://twitter.com/unibrennt
http://twitter.com/unsereuni
http://unibrennt.at
Hashtag bei Twitter: #unibrennt oder #unsereuni


Neue Sektion "Schloss mit Lustig!" gegründet - Aktion am 17. Oktober um 15 Uhr am Schlossplatz Berlin

Die frisch gegründete Sektion "Schloss Mit Lustig! Cancel the Castle" ruft zu Protesten gegen das geplante Stadtschloss in Berlin auf. Das Scheitern des Architetenwettbewerbes sei eine gute Chance die Nutzung des Geländes zu überdenken.

Ein Neubau des Berliner Stadtschlosses sei

- unnötig
- eine Verschwendung von mehr als 500 Millionen Euro
- ein Symbol der Macht

BürgerInnen und GegnerInnen des geplanten Stadtschlosses sind eingeladen am 17. Oktober um 15 Uhr sich am Schlossplatz einzufinden. Friedlich, mit Spaß und Freude, kommt in königlichen Gewändern und mit Transpis und besetzt, nutzt und definiert euren Schlossplatz neu.

Unter dem Motto "The only good castle is a jumping castle" wird es eine Hüpfburg geben. Wer sein mobiles Soundsystem mitbringen will, ist dazu natürlich sehr herzlich eingeladen.

Auf der Webseite der Sektion gibt es weitere Informationen und den gesamten Aufruf:
www.stopstadtschloss.com


Berlin: 08.10. Hedonistische Cuisine und Live-Musik

Zurück mit einem Knall - die Berliner HedoBar öffnet wieder ihre Türen. Diesen Donnerstag und ab sofort jeden 2. Donnerstag im Monat wird sich die Creme de la Creme de la Creme de la Creme der Berliner Sektionen versammeln und mit wechselndem Programm das Leben feiern und sich in politische Debatten einmischen.

Diesen *Donnerstag, 8.10.2009 ab 20:30* startet die Hedobar mit Hedonistischer Cuisine (auch vegan) und Live-Musik - der Herbst wird Euch plötzlich lebenswert und golden vorkommen. Kommt ins Zielona Gora, Grünbergerstr.73, direkt am Boxhagener Platz in Berlin.


Und Walter Ulbricht so: Yeahh

Eine bisher unbekannte Sektion "Yeaahh It Yourself (YIY)" hat uns gerade dieses Video zugespielt.



Mehrere Sektionen unterstützen "Save Me Kampagne"

Die "Anarchist Pigeon Convention" und die "Anarchist Farmers Association" unterstützen die Save Me - Kampagne.

Die Kampagne fordert, dass Deutschland sich im Rahmen eines Resettlementprogramms verpflichtet, kontinuierlich ein jährliches Kontingent von Flüchtlingen dauerhaft aufzunehmen und zu integrieren. Gemäß dem durch die Vereinten Nationen an UNHCR erteilten Auftrag, für Flüchtlinge dauerhafte Lösungen zu finden, brauchen die aufgenommenen Flüchtlinge von Beginn an ein sicheres Aufenthaltsrecht, werden arbeits- und sozialrechtlich mit Inländern gleichgestellt und erhalten bestmögliche Integrationschancen.

Mehr zur Save Me Kampagne unter:
www.save-me-kampagne.de

Am 1. Oktober findet im Rahmen der Kampagne ein bundesweiter Aktionstag in Berlin statt.


Aus aktuellem Anlass: Neuauflage der nützlichen Demotipps

Die Polizei hat auf der Demonstration "Freiheit statt Angst" am 12.09.2009 nicht nur Menschen zusammengeschlagen und massive körperliche Gewalt eingesetzt, sondern auch Leute willkürlich festgenommen. In einem Fall traf es einen Demonstranten, der wohl aus Unwissen ein Werkzeugtool auf die Demonstration mitgenommen hatte. Dieser Mensch wurde den ganzen Tag über in Gewahrsam gehalten und erkennungsdienstlich behandelt.

Die Berliner Sektionen der Hedonistischen Internationale verurteilen die Polizeigewalt und die willkürlichen Festnahmen, die nur dazu dienen, Menschen Angst zu machen auf Demonstrationen zu gehen.

Aus aktuellem Anlass haben wir einen kleinen Leitfaden zum Verhalten auf Demonstrationen neu aufgelegt. Dieser Leitfaden gibt Euch nützliche Tipps, die zumindest manche Repressalien gegen Euch verhindern können.

Ladet das Ding herunter, verbreitet es, druckt es aus, designt es neu. Denkt einfach daran, wenn Ihr auf Demos geht.

>>> Hier "Nützliche Demotipps" als PDF herunterladen


"Freiheit kann man gar nicht genug haben": Rede der Hedonistischen Internationale auf der Demo Freiheit statt Angst am 12.09.09

Liebe Freundinnen und Freunde der Freiheit!

Das ist die dritte Großdemo zum Thema Freiheit statt Angst - und es ist schön zu sehen, dass wir immer noch so viele sind. Dass dieser Bewegung für Freiheit, Grundrechte und Datenschutz nicht die Puste ausgeht. Und dass wir schon heute etwas bewegen und in Zukunft noch viel mehr bewegen können.

Doch ich möchte heute nicht nur in Jubel verfallen, weil wir so viele Leute sind. Nein, ich möchte uns selbst hier mal vors Schienbein treten.

Denn eine Sache geht mir gar nicht in den Kopf. Hier haben sich die Menschen versammelt, denen Freiheit etwas bedeutet. Denen Datenschutz etwas bedeutet. Hier haben sich Leute versammelt, die sich der bedrohlichen Lage, in der wir uns befinden, bewusst sind.

Und gleichzeitig haben sich hier die Leute versammelt, die bedeutend mehr als die Restbevölkerung im Internet über sich preisgeben.

Ich habe gestern Nacht mal bei Twitter nur eine Minute nach dem Hasthag #fsa09 gesucht. Da schreibt ein Mensch, der heute hier auf der Demo ist, was er gerade in der Kneipe trinkt. Und ein anderer rauchte noch seine Ins-Bett-Geh-Kippe, bevor er sein Macbook einpackt. Ich kann aus seinem Twitter-Profil entnehmen, wie er heißt, dass er raucht, dass er Vespa fährt, in München wohnt, Tiere gerne mag und die Piratenpartei wählt.

Wo zwei, drei Leute zusammenkommen, hat mindestens einer eine Kamera dabei und stellt diese Bilder am nächsten Tag ins Netz. Natürlich sauber durchgetagged mit Namen und so. Jeder zweite in der digitalen Grundrechtsbewegung hat wahrscheinlich mehr als fünf Profile bei Sozialen Netzwerken, bei Flickr oder sonstigen Diensteanbietern.

Im Wiki des AK Vorrat werden Demostrategien offen besprochen und jede Menge Leute nutzen Googlemail, obwohl sie wissen, dass jede Fucking-Email durchsucht wird, um passgenaue Werbung zu schalten. Und das von der größten, mächtigsten und wahrscheinlich gefährlichsten Datenkrake der Welt. Viele von uns haben Handys mit GPS-Ortung und nutzen Location basierte Services, bei denen Privatfirmen Bewegungsprofile erstellen und unsere Vorlieben abspeichern.

Jetzt könnt ihr natürlich kommen und sagen: Hey, das sind meine Daten und ich bestimme, was ich ins Netz stelle. Und ihr könnt sagen: Hey, der Staat muss dafür sorgen, dass ich darüber bestimmen kann, was mit meinen Daten passiert. Und ihr könnt sagen: Hey, deswegen sind wir hier. Weil wir uns Sorgen um unsere Daten machen.

Informationelle Selbstbestimmung ist eine schöne Sache. Auf dem Papier.

Wir wissen aber, dass dieser Staat sich einen feuchten Kehrricht darum kümmert, was mit unseren Daten passiert. Wir wissen, dass nicht nur die Personalabteilungen von Firmen, sondern auch Ermittlungsbehörden all diese Möglichkeiten eifrig nutzen. Wir wissen spätestens seit der Geschichte von Andrej Holm, dass es reicht bei Google irgendwelche Suchwörter einzugeben, um als Terrorverdächtiger in den Knast gesperrt zu werden. Wir wissen, dass all diese freiwillig herausgegebenen Daten mit einfachsten Mitteln zusammengefügt werden können – und dennoch posaunen wir fröhlich in die Welt hinaus, welche Partei wir wählen oder mit wem wir in der letzten Nacht gevögelt haben.

Das ist gefährlich! Das ist fahrlässig! Und es ist auch nicht klug.

Ich verstehe, dass Vernetzung und soziale Netzwerke über Personalisierung funktionieren. Und dass in der Vernetzung auch die Kraft dieser Bewegung steckt. Aber überlegt bitte einmal, was ihr dort macht. Welcher Firma und welchen Leuten ihr intimste Dinge anvertraut. Und ob ihr die Verbreitung und Speicherung dieser Daten jemals zurückrufen könnt.

Was können wir also tun? Vielleicht ist es eine gute Idee auch mal als Monty Cantsin und Karen Eliot aufzutreten. Sich falsche Identitäten zuzulegen, Fake-Profile mit Bullshit-Information zu füttern, hier und da eine informationelle Blendgranate zu zünden – oder einfach nur ein bisschen besser auf seine Daten aufzupassen.

Denn das ist bei diesem Staat, dieser Regierung und den etablierten Parteien bitter nötig. Wir haben in den letzten Jahren gelernt, dass dieser Staat vor nichts mehr zurückschreckt. Unsere Kommunikation wird über Monate gespeichert, Zensurinfrastrukturen werden aufgebaut, Abhörzentralen errichtet. Es wird beständig der Einsatz der Bundeswehr im Inneren gefordert. Friedliche Demonstranten werden von der Polizei illegal mit Pfefferspray aus Sitzblockaden heraus-gegiftet, wir werden vom Staat abgefilmt wie auf dieser Demo, das Versammlungsgesetz wurde eingeschränkt. Wir haben eine Steuernummer bekommen, an der alle anderen Datenbanken aufgehängt werden können. Wir haben biometrische Pässe und werden sogar vom BND überprüft, wenn wir als Journalisten von der Leichtathletik-WM berichten. Wir sollen mit Nacktscannern am Flughafen durchleuchtet werden, wir haben kein Briefgeheimnis für E-Mails. Unsere Patientendaten werden zentral gespeichert und die Musikindustrie darf unsere IPs erfragen, weil wir mal einen Song heruntergeladen haben.

Die Regierungen der letzten Jahre haben keine Chance ausgelassen, das Grundgesetz mit Füßen zu treten, es zu missachten, an ihm vorbei zu regieren, es kaputt zu schlagen. Diese Verfassungsfeindlichkeit aus der Mitte der Politik hat uns in den Überwachungsstaat geführt. Vor ein paar Jahren waren wir auf dem Weg dorthin, jetzt sind wir dort angekommen. Endstation: bitte alle aussteigen!

Und endlich Aufwachen! Lasst uns jetzt die Weichen stellen in die andere Richtung! Lasst uns mehr Freiheit fordern, die Überwachungsgesetze zurücknehmen und zusammen eine freiere, schönere Gesellschaft entwickeln.

Wir haben es in der Hand. Wir sind stärker. Denn unsere Gegner - ob Schäuble, Zypries oder von der Leyen - haben nur ein kaltes, grausames und langweiliges Bild dieser Gesellschaft. In ihrer Welt ist jeder eine Bedrohung für den anderen. In ihrer Welt ist jeder verdächtig. Ihre Welt soll von Kontrolle und Überwachung zusammengehalten werden. In ihrer Welt gibt es Freiheit nur für die Wirtschaft – nicht aber für uns Menschen.

Mit so einem Bild der Menschheit, lässt sich niemals Begeisterung auslösen. Wir aber, haben den Trumpf der Freiheit in der Hand, wir haben Utopien als Ass im Ärmel, wir wissen, dass eine andere, freiere Welt möglich ist. Und wir kämpfen dafür – mit Herz und Verstand.

Denn: Freiheit, kann man gar nicht genug haben.

Anmerkung:
Anne Roth, die Freundin von Andrej Holm, hat uns darauf hingewiesen, dass nicht Andrej
nach 'verbotenen' Wörtern gegoogelt hat, sondern das BKA. Und die haben auch nicht tatsächlich gegoogelt, sondern in ihren eigenen Datenbanken nach Leuten gesucht, die Texte geschrieben haben, in denen bestimmte
Wörter vorkamen. Sagen sie.

Danke für den klärenden Hinweis!


Kommt zum farblosen Block auf der Demo!

Unter dem Motto „Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu sagen“ ruft der „Zentralrat konformer Bürger/innen“ zum vorauseilenden zivilen Gehorsam auf der Demonstration „Freiheit statt Angst“ am Samstag um 15 Uhr auf.

Die folgende Aktion dient als Training für das zukünftige Leben! Sie schützt Euch davor etwas zu verbergen.

Aktionskonzept:
Kommt alle in weißen Klamotten, am besten in weißen Overalls.
Schminkt Euch weiß.
Kommt zur Eurer eigenen Sicherheit mit leeren Transparenten und Schildern OHNE Aufschrift. Die Dinger bleiben auch während der Demo leer. Gehorsam und aussagelos.

Hintergrund:
In vorauseilendem und zivilem Gehorsam haben wir alle Inhalte und Aussagen, die irgendwie anecken oder als subversiv wahrgenommen werden könnten, aus unserer Aktion und auch den Köpfen gestrichen. Wir zeigen heute schon die Republik von morgen. Überwachung und Kontrolle sind gut - sie helfen ein neues harmonisches Miteinander zu schaffen.

Deswegen rufen wir dazu auf, in einer machtvollen Demonstration lauthals nichts mehr zu sagen!

Allzeit gehorsam, allzeit konform!

Demo-Daten:
Samstag, 12. September
15 Uhr
Potsdamer Platz
www.freiheitstattangst.de

(Achtung es gibt am Samstag 2 Demos zum gleichen Thema! Die grosse Demo findet am Potsdamer Platz statt!)

Zum HIntergrund der Aktion gibt es folgendes Flugblatt als PDF


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